Der Halbfinal im Regionalcup der Juniorinnen bis 16 Jahre hat am Dienstag, 4. Dezember alle Beteiligten glücklich gemacht: Die FU16-Spielerinnen des TSV Frick, weil sie mit dem komfortablen 32:14 (17:7)-Sieg in den Cupfinal eingezogen sind, die "gegnerische" Mannschaft, Fricks FU14-Team durch ihre kämpferische Vorstellung und ihren sympathischen Auftritt als Underdog. Und nicht zuletzt den TSV Frick selbst, weil durch das Schwesternduell bereits vor dem Spiel feststand, dass ein Fricker Team in den Final im kommenden Februar einziehen würde - notabene zu Hause in Frick!
Beide Teams hätten es natürlich lieber gesehen, wenn es nicht zum Direktduell um die Qualifikation für das Finalwochenende am 17. Februar 2019 auf dem Ebnet gekommen wäre. So aber mussten sie gegeneinander antreten, mit den FU16-Mädchen als klaren Favoritinnen. Sie waren aber gewarnt vor der Mannschaft der "Kleinen", denn diese hatte sich das Halbfinalspiel immerhin dadurch verdient, dass sie die zweite Mannschaft von Aargau Ost (ebenfalls FU16) aus dem Regionalpokal-Wettbewerb eliminiert hatte.
Entsprechend nervös war der Start in den Match. Die Verteidigungsarbeit der "Grossen" wirkte hektisch und laut. Die FU16 hatte sich zum Ziel gesetzt, relativ schnell ein schönes Polster von sechs Toren herauszuspielen und so nicht Gefahr zu laufen, die FU14-Mannschaft wieder herankommen zu lassen. Nach einer Viertelstunde war das Vorhaben erreicht, mit dem 8:2 durch Lorena Quaresima konnten die Älteren jetzt das Spiel kontrollieren. Zwar kamen die Kleinen wieder bis auf vier Tore (zum 4:8) heran, aber mit der Fortdauer des Spiels wuchs der Vorsprung kontinuierlich an. Die Zehn-Tore-Führung zur Pause war ein klares Zeichen dafür, dass das Team des FU16 das Spiel einerseits nicht auf die leichte Schulter nahm, auf der anderen Seite aber auch kein Interesse daran hatte, die Mannschaft FU14 mit einem Kantersieg vorzuführen. Denn immerhin schauten ja viele Eltern der Spielerinnen beider Teams dem Halbfinal zu, zusammen mit Vereinsmitgliedern und Freunden des TSV Frick. Man merkte dem Publikumsaufmarsch an, dass der Match für den Verein eine besondere Bedeutung hatte.
Die Jüngeren waren keineswegs gewillt, nur Kanonenfutter zu spielen. Mit teils schönen Kombinationen erarbeiteten sie sich Torchancen und erzielten immerhin 14 Tore. Das Team FU16 hatte in den acht Spielen der Meisterschaft bis dahin nur in zwei Partien mehr Gegentreffer zulassen müssen. Bemerkenswert war, dass Livia Kull ihr erstes Tor in einem Pflichtspiel schoss, und dies ohne freundliche Unterstützung der Gegenseite. Mit Ilaria John und Leoni Dornbierer trafen beim Team FU14 die beiden Spielerinnen am öftesten, die in der Meisterschaft auch im FU16 zum Einsatz kommen. Speziell Leoni war sehr aktiv, bot sich überall an und wurde ihrer Leaderrolle gerecht. Tabea Joss ging zwar als Verliererin vom Platz, konnte aber immerhin das familieninterne Duelle gegen ihre grosse Schwester Rahel für sich entscheiden, mit 3:2 Toren.
Rahel war dafür Chefin auf dem Platz in ihrer Rolle als Libero in der Abwehr. Sie scheut sich nicht, ihren Abwehrauftrag auch dort wahrzunehmen, wo Fehler der Nebenspielerinnen ausgebügelt werden müssen. Fabienne Stäuble, Lorena und Fiona Näf zeigten ihre Qualitäten als Shooterinnen, zusammen bildeten sie den Aufbaublock, der für 22 der 32 Tore verantwortlich war. Der Auftritt der FU16-Promotionsmannschaft war solide, wenn auch nicht so kämpferisch wie am vergangenen Wochenende gegen Möhlin/Magden. Aber das Team musste gegen die "Kleinen" auch nicht an Grenzen gehen, und ein Kantersieg war wie gesagt nicht das Ziel.
Der Zehntorevorsprung wurde in der zweiten Halbzeit fast verdoppelt und spiegelt in etwa das Stärkeverhältnis der beiden Mannschaften wieder. Zu gross waren die körperlichen Vorteile, und zusammen mit der Erfahrung des FU16 und dem höheren Tempo ergab sich ein Gesamtpaket, welches das "richtige" Team in gerechter Weise in den Final brachte. Am Schluss gab es verdienten Applaus für alle Akteurinnen auf dem Spielfeld. Die Ehrung von je drei Spielerinnen jeder Mannschaft für besondere Leistungen im Spiel verliehen dem Match noch etwas Glamour, und sowohl Spielerinnen in den schwarzen wie auch roten Dresses bedankten sich gemeinsam bei den zahlreichen Zuschauern auf der Tribüne. Zum Schluss wurden noch Grittibänze und Schoggistängeli für alle verteilt, gesponsort vom Verein und passend zum bevorstehenden Samichlaustag. Die beiden Teams hatten sich ein schönes, spezielles Spiel geliefert, das seiner Rolle als Vorspiel für den anschliessend stattfindenden Viertelfinal zwischen dem TSV Frick 2 und Handball Brugg (19:23) mehr als gerecht wurde.
Am Sonntag, 17. Februar 2019 spielt also das Team FU16 den Aargauer Cupfinal gegen den HV Oensingen. Jetzt folgt für beide Mädchenmannschaften am Wochenende wieder der normale Wettkampf-Alltag, mit Meisterschaftsspielen in ihren eigenen Ligen. Dabei möchte die FU16 dorthin, wo die FU14 aktuell ist, nämlich in die Interklasse aufsteigen. Das erste der beiden Qualifiaktionsspiele findet am kommenden Samstag, 8. Dezember um 11:00 Uhr im Ebnet statt. Gegner ist das Promotionsteam der Spono Eagles. Wer nach dem Hin- und Rückspiel (16. Dezember 17:45 Uhr in Nottwil) besser abgeschnitten hat, wird die zweite Meisterschaftshälfte in der Interklasse bestreiten. Die FU16 müssen gegen Spono an die Leistung im Möhlin-Spiel anknüpfen, wenn sie eine Woche später mit Vorsprung nach Nottwil reisen wollen.
Die FU14 spielt am Samstag, 8. Dezember um 14:30 Uhr in Stammheim ihr letztes Vorrundenspiel gegen SG Wyland Panthers. Die Mannschaft ist bereits für die Finalrunde in der Interklasse qualifiziert.










