Seit diesem April hatten wir das Vergnügen, mit einem neuen Trainer arbeiten zu dürfen. Unsere Mannschaft, ein bunter Mix aus erfahrenen Spielern, jungen Wilden und Neu- oder Wiedereinsteigern war nach der durchzogenen letzten Saison hungrig auf einen Neuanfang. Die Parole war schnell gefasst: Die Aufstiegsrunde sollte es werden, ein ambitioniertes aber durchaus realistisches Ziel. Wir trainierten fleissig und schon bald wurden wir mit einer ersten Umstellung konfrontiert: Eine 6-0 Abwehr sollten wir spielen. Eine zunächst belächelte Idee, die aber Schritt für Schritt in die Tat umgesetzt wurde und uns unerwartete Stabilität verleihen sollte. Man konnte es spüren: Hier wächst etwas zusammen.
Die Vorbereitung
Zur Vorbereitung absolvierten wir, in Abwesenheit des hiesigen Jump, zwei Turniere. Das erste Turnier, an einem Freitagabend in Liestal, war sogleich eines zum Vergessen. Kaum ein Stein passte auf den anderen. Die Chance zur Rehabilitation bot sich am folgenden Tag in Emmen. Und siehe da: Wir kannten den Handballsport noch und zeigten eine respektable Leistung, die zwar nicht zum totalen Triumph reichte, aber uns dennoch zuversichtlich in die Saison starten liess.
Geglückter Start
Unser erster Gegner war der HV Olten. Diesen dominierten wir nach Belieben und wir konnten einen souveränen Sieg einfahren. Umso bemerkenswerter, sollten die Solothurner am Ende den zweiten Rang belegen. Doch genau dieser Umstand zeigt die Tücken unserer Spielklasse auf. Da viele Reserveteams mittun, darf man sich niemals sicher sein, welche Spieler einen erwarten und auch der Tabellenletzte kann zu einem ernsten Rivalen werden. Es folgten eine Niederlage in Buchs, die man durchaus budgetieren durfte und dann der wichtige Heimsieg gegen Baden. Vier Punkte aus drei Spielen, die Segel schienen gesetzt und der Kurs zu stimmen.
Die schlechten Nachrichten
Die nächsten zwei Spiele sind keine Meldung wert und doch muss man sagen, dass wir jeweils nach starken dreissig Minuten in der zweiten Spielhälfte schlicht nicht statt fanden und uns so in den eigenen Fuss schossen, denn zumindest gegen Brugg, das zwar mit etlichen nicht etatmässigen Spielern antrat, wären Punkte drin gelegen. Die Niederlage gegen Wohlen andererseits konnten wir verkraften, da sich die Freiämter verlustpunktlos durch die gesamte Hinrunde spielen sollten.
Der Kader wird dünner
Zusätzlich verloren wir Spieler an die Verletzungshexe. Igor hängte als Konsequenz seiner Verletzung gar seine Handballschuhe an den Nagel. An dieser Stelle vielen Dank für Deinen stets unermüdlichen und vorbildlichen Einsatz für unsere Mannschaft! Auch andere erwischte es und so dünnte sich unser Humankapital mehr und mehr aus und unser Trainer musste vermehrt auf Spieler aus der U19 oder gar noch verrückter anmutende Varianten zurückgreifen.
Schlussspurt ins Glück?
Es folgte ein Schlüsselspiel gegen den TV Niedererlinsbach. Mit einem Sieg hätten wir die Trümpfe für die Aufstiegsrunde in unserer Hand. Wenn man kein Glück hat, kommt meistens noch Pech dazu und so verloren wir die wegweisende Partie denkbar knapp mit einem Treffer. Obwohl wir auch in Zofingen unterlagen, besassen wir in den letzten zwei Partien noch die Chance, den angestrebten fünften Rang zu erringen. Wir erfüllten die erste Hälfte und schlugen Gränichen, wodurch vier auf die sechste Position vorrückten. Es sollte zum Showdown gegen Balsthal kommen. Doch es kam wie es kommen musste und wir verloren klar, wodurch wir nun in die Abstiegsspiele mit der 4. Liga müssen. Bizarrerweise errangen wir zwei unserer drei Siege gegen Mannschaften auf den ersten vier Rängen, was die Möglichkeiten unseres Teams klar aufzeigt. Trotzdem müssen und werden wir nach vorne schauen, um den Klassenerhalt möglichst bald zu sichern, damit wir noch näher zusammenrücken und bereits den nächsten Angriff vorbereiten können. In die Abstiegsspiele starten wir am 24. Januar in Lenzburg.











