Erfolgreiches Handballwochenende für den TSV Frick Handball
Wie nahe Leid und Freude beieinander liegen, mussten dieses Wochenende die Fans und Spieler des TSV Frick Handball erfahren. Während die Junioren MU19 den Cup-Sieg knapp verpassten, gewann das Fanionteam der Frauen den Cup und das Herren 1 ermöglichte sich durch einen Sieg die Chance in der 1. Liga zu verbleiben.
Am Samstagabend stand die letzte Heimrunde mit den beiden ersten Mannschaften des TSV Frick Handball auf dem Spielplan der Saison 15/16. Während das Damen 1 bereits vor Ostern als Meister der 2. Liga feststand, kämpft das Herren 1 noch immer um den Ligaerhalt. In einer Medaillenzeremonie nach dem Spiel gegen die SG Zurzibiet, welches Frick mit 25:15 gewinnen konnte, wurden den Damen vom Regionalverband aus, zum Meistertitel gratuliert. Im anschliessenden 1. Liga Spiel der Herren, zu Gast im Ebnet war die SG Pilatus, ging es intensiv zur Sache. Für Frick war klar: Mit einer Niederlage ist der Abstieg beschlossene Sache. In einem attraktiven Spiel und mit einer frenetischen Fangemeinde in der Halle, konnte das Herren 1 des TSV Frick Handball das Spiel knapp mit 26:27 gewinnen. Frick bleibt nun die Chance in der 1. Liga zu verbleiben. Dafür müssen sie jedoch am kommenden Samstag auswärts gegen den HC Einsiedeln gewinnen, sowie anschliessend in den Barrage-Spielen die restlichen fünf Gegner aus dem Weg räumen.
Cup-Finale am Sonntag
Am darauffolgenden Sonntag standen dann die Finals des Regionalcups auf dem Programm. Mit dabei auch zwei Mannschaften aus dem Fricktal. Sowohl die MU19 wie auch das Damen 1 vom TSV Frick Handball schafften den Einzug ins Finale und reisten mit zwei Cars voller Fans und Spieler nach Zofingen. Nachdem die Halle in Beschlag genommen war, startete der erste Cup-Krimi. Eine ausgeglichene erste Halbzeit, welche durch ein körperbetontes, aber auch nervöses Spiel geprägt war, ging mit 12:10 für die SG Zurzibiet aus. Doch die Fricker U19-Jungs liessen sich nicht unterkriegen. Auch wenn sie in der zweiten Halbzeit immer hinten lagen, glaubten sie immer an den Sieg. Sowohl ein starker Torhüter im Rückhalt, wie auch eine hart kämpfende Verteidigung hielten die jungen Fricktaler im Spiel. In der 60. Minute gelang Silvan Schmid zwar noch der Anschlusstreffer, doch am Schluss stand es 24 zu 23 für die SG Zurzibiet. Die Enttäuschung stand den jungen Spielern aus Frick ins Gesicht geschrieben.
Damen 1 holt sich das Double
Gleich im Anschluss musste das Damen1 des TSV Frick Handball aufs Feld. Die Gegnerinnen von Handball Brugg sind den Frickerinnen aus der Meisterschaft wohl bekannt und waren eine der härtesten Gegnerinnen im Kampf um den Meistertitel. Dass sich die beide Mannschaften auf das Spiel des Gegners eingestellt hatten, wurde schnell ersichtlich. Ein hart umkämpftes, von der Verteidigung geprägtes Spiel nahm seinen Lauf. Frick lag von Anfang an jeweils eins bis zwei Tore hinten, fiel jedoch nie gross ab und konnte kurz vor dem Halbzeitpfiff sogar zum 8:8 ausgleichen. Doch Brugg erwischte den deutlich besseren Start in die zweite Halbzeit. Mehrere Penaltys in Folge und das gleichzeitige Unvermögen der Fricker Damen im Abschluss führten zu einem drei Tore Vorsprung für Handball Brugg. Als dann Karin Allenbach, die erfahrenste Spielerin von Frick und gleichzeitig Abwehrchefin nach drei Zweimuntenstrafen mit Rot vom Feld musste, hatte wohl der eine oder andere Zuschauer die Frickerinnen bereits abgeschrieben. Doch das Damen 1 aus Frick glaubte nach wie vor an sich. Mit einer kompakten Mannschaftsleistung in der Defensiv und einer stark aufspielenden Joana Stierli und Michelle Müller im Angriff, hielten sich die Frickerinnen im Spiel und kamen bis eine Minute vor Schluss mit einem Tor heran. Als dann Joana Stierli per Penalty zum 14:14 traf, war alles wieder möglich. Im TimeOut 40 Sekunden vor Schluss wurde die Taktik für den letzten Angriff besprochen. Und siehe da: Joana Stierli avancierte mit ihrem Freistoss-Schuss definitv zur Match-Winnerin und schoss ihr Team zum Sieg (15:14). Damit holt sich das Damen 1 des TSV Frick Handball nicht nur den Meistertitel und den damit verbunden Aufstieg in die erste Liga, sondern gewinnt auch den Regionalcup des HRV Aargau plus. Trainer Toni Herzog, seines Zeichens Captain des TV Möhlin beim Aufstieg in die Nati-A, meinte zum Schluss voller Stolz: «Das ist einer meiner schönsten Erfolge in meiner Karriere!»











