Man darf weder den eigenen Spielern noch dem Gegner einen Vorwurf dafür machen, dass sie die Leitplanken, welche vom Schiedsrichter gesetzt werden, ausnutzen. Es wäre allerdings nicht so schlecht, wenn das, was dabei rauskommt noch etwas mit dem Sport zu tun hätte, den wir alle so lieben. Viele Unparteiische pfeifen zu Beginn ihrer Laufbahn kleinlich und ab und zu Dinge, welche die Betreuer vielleicht so nicht sehen, dies ist aber bei weitem ungefährlicher für die Gesundheit der Spieler, als wenn sie überhaupt nichts pfeifen. Das Spiel in St. Gallen sah während 60 Minuten weder eine gelbe Karte, noch einen Penalty und schon gar keine Zeitstrafe. Und dies obwohl das Spiel nicht etwa körperlos war. Es ist zu hoffen, dass der Beobachter die richtigen Worte fand.
Zum Spiel: Die Füchse starteten wie die Feuerwehr. Sieben Minuten waren gespielt, der LC Brühl St. Gallen war gezwungen sein Time-Out zu nehmen und die Anzeigetafel zeigte ein 0:7 an. Die Frickerinnen spielten sich immer wieder herrlich durch die Abwehr der Ostschweizerinnen durch, machten kaum technische Fehler und waren auch bei der Chancenverwertung gnadenlos. Diesen Flow zu brechen war das Ziel des St. Galler Time-Outs und es gelang. Allerdings war auch absehbar, dass die Frickerinnen dieses Niveau nicht würden halten können. Bis zur Pause kamen die St. Gallerinnen auf 13:17 heran, weil die Fricker nun auch den einen oder anderen Fehlwurf zu verzeichnen hatten und begannen Fehler zu machen. Trotzdem war es eine gute erste Halbzeit, in der auch unsere neue Torfrau Thalia hervorragend hielt.
Näher als auf die 4 Tore kamen die St. Gallerinnen auch während der gesamten zweiten Halbzeit nie heran. Die Frickerinnen konnten weiterhin regelmässig skoren und den Gegner auf Distanz halten. Zum Schluss wurde versucht die Zeit runterzuspielen, da ein Zeitspiel-Pfiff sehr unwahrscheinlich war. Dies erledigten die Mädchen erstaunlich routiniert und so konnten die ersten beiden Punkte der diesjährigen Inter-Meisterschaft ins Trockene gebracht werden.
Für die Frickerinnen gibt es trotz des Sieges weiterhin viel Arbeit zu erledigen, denn es muss jeder Spielerin klar sein, dass die Gangart vom Sonntag in kaum einem weiteren Spiel akzeptiert sein wird. Andererseits wissen wir natürlich auch, dass wir in einem normalen Spiel zu wenigsten 10 Strafwürfen gekommen wären. Nun, so hat jedes Spiel seine eigenen Gesetze und eine Qualität eines Teams ist es, sich mit diesen abzufinden und sein Spiel in den so gesetzten Leitplanken zu spielen. Dies haben unsere Juniorinnen gut gemacht.
Matchtelegramm:
23.9.2018 – St. Gallen, Kreuzbleiche, 40 Zuschauer
LC Brühl Handball – TSV Frick FU14 26:31 (13:17)
Für den TSV Frick spielten (Tore):
Jasmin Amsler (2), Noelle Brack, Leoni Dornbierer (15), Zoe Fankhauser (2), Ilaria John (4), Tabea Joss, Livia Kull, Sina Leimgruber (2), Thalia Mediavilla (Tor), Ayla Romano, Milena Ruetsch (2), Madineh Sadat (4), Luana Schmid.
Frick ohne:
Fjolla Reci (überzählig) Halisa Selmani (überzählig)










