Die Quote unserer Torfrau ist doppelt so hoch, wie die des Gegners – die Wurfquote der Frickerinnen liegt mit 67 % um 13 Prozentpunkte über derjenigen der Gegner und trotzdem gehen die Punkte in die Innerschweiz?
Nun, am Samstag haben wir gegen die HSG Mythen-Shooters Spiel abgeliefert, welches an Eigenfehler kaum zu überbieten ist. 29 von diesen leisteten sich die Fricker Juniorinnen, dazu kamen 10 Würfe, die den Weg aufs Tor nicht fanden und nicht von der gegnerischen Torfrau entschärft werden mussten. Fazit: gerade mal die Hälfte aller Angriffe führten zu einem Abschluss, der auch in einem Torerfolg hätte enden können. Zu wenig, nicht nur ein bisschen zu wenig, sondern viel zu wenig. Wenn dann ein solches Spiel gerade mal mit einem Tor verloren geht, dann darf man zwar enttäuscht sein, aber die Suche nach dem Grund ist schnell erledigt.
Als Trainer nehme ich in Kauf, dass durch das hohe Tempo, welches unsere Juniorinnen spielen, eine höhere Fehlerquote als bei anderen Teams resultiert. Der eine oder andere Pass, der den Weg zum Empfänger nicht findet, ist durchaus in Ordnung. Nur haben wir uns am Samstag so viele Risikopässe und unnötige Pässe geleistet, wie dies eben nicht sein darf. Dass das schnelle Spiel erfolgreich ist, haben wir auch an diesem Samstag immer wieder gezeigt – aus dem schnellen Anspiel resultierten 10 Tore und auch nach Balleroberungen waren die Fricker innerhalb kürzester Zeit oft erfolgreich. Die Passqualität und die Entscheidungen liessen aber zu wünschen übrig.
Das Spiel gegen die Mythen-Shooters war von Beginn weg spannend. Die Innerschweizerinnen konnten sich zwar früh einen 3-Tore Vorsprung erspielen, halten konnten sie diesen nicht sehr lange. Bis zur Pause wechselte die Führung mehrmals und keinem Team gelang es sich wirklich abzusetzen. Mit 18:17 Toren zu Gunsten von Frick (und 18:7 technischen Fehlern auch zu «Gunsten» von Frick) ging es in die Pause. Mit Grace hatte sich auf Seiten der Füchse eine Spielerin erstmals auf der Torschützenliste eingetragen – toll gemacht Grace!
In der zweiten Hälfte setzten sich die Einheimischen relativ schnell mit 3 Toren ab. Die Fehlerquote auf Seite der Fricker war tiefer, allerdings nahmen die Fehlwürfe deutlich zu. In dieses «Hoch» fiel auch das erste Tor von Sophie – auch hier eine herzliche Gratulation. Die Füchse konnten die Führung bis zur 50 Minute verteidigen, danach wechselte sie wieder zu HSG Mythen-Shooters und dort blieb sie dann auch bis zum Schluss. Obwohl nach dem letzten Abschluss der Gäste noch über eine Minute zu spielen blieb, gelang es den Einheimischen nicht mehr, zumindest einen Punkt in der Ebnet zu halten. Am Schluss jubelten die Gäste über 2 Punkte, während auf der Fricker Seite Tränen flossen.
Damit dies in Zukunft wieder anders ist, müssen wir cleverer spielen. Pässe spielen die ankommen und dies nicht nur zu 50%. Mehr Egoismus an den Tag legen - Zuspiele an die Mitspieler sind dann ok, wenn die eigene Chance zum Torerfolg nicht gegeben ist. Wenn diese aber vorhanden sein sollte, dann ist ein Pass ein unnötiges Risiko, welches eben nicht genommen werden darf. Hätten wir dies am Samstag getan, das Resultat wäre deutlich anders ausgefallen.
Frick Ebnet, 21.10.2023
TSV Frick FU14 – SG Mythen-Shooters 33:34 (Halbzeit 18:17)
Für Frick im Einsatz:
Alessandra, Chiara, Clara (5), Corinne (3), Ellen (T:35%), Federica, Grace (1), Hanna, Laura (10), Lia, Sofia (13), Sophie (1)
Fehlend: Annina, Johanna, Lisa, Nina










