Durch Schlussspurt in die Barrage
Die erste Herrenmannschaft des TSV Frick Handball hat mit vier Siegen in den letzten sechs Partien gerade noch den direkten Abstieg abgewendet und sich in die Barrage gerettet. Sechs Spieltage vor dem Ende der regulären Saison lag man noch mit fünf Punkten Rückstand auf den TV Muri und die SG Pilatus zurück, doch gelang es noch an beiden Mannschaften vorbeizuziehen. Damals kamen die Fricker auswärts zu einem absoluten Pflichtsieg, gegen die punktlosen Absteiger von Magden/Möhlin musste man einfach gewinnen, um noch eine Chance auf den Klassenerhalt zu wahren. Nach diesem Erfolg folgte allerdings gleich die Ernüchterung. Im Auswärtsspiel gegen Pratteln verlor man nach miserablem Start sang- und klanglos mit 36:24.
Ein weiterer starker Gegner wartete am darauf kommenden Wochenende mit dem TV Dagmersellen. Diesmal konnten die Fricker aber zuhause antreten und nach einem richtig nervenaufreibenden Spiel gelang den Fricktaler tatsächlich die Überraschung. Mit dem knappst möglichen aller Resultate, 32:31, gewannen die Füchse. Wobei in dieser Partie durchaus bereits früher die Entscheidung zu Gunsten der Fricker hätte fallen können, um nicht zu sagen müssen. Damit hatte der TSV Frick vor den letzten drei Partien unverhofft plötzlich eine bessere Ausgangslage. Zwar befand man sich immer noch auf dem elften Rang, sprich einem direkten Abstiegsplatz, doch die letzten drei Gegner, Dietikon-Urdorf, Pilatus und HC Einsiedeln, befanden sich alle ebenfalls noch in der roten Zone oder direkt darüber. So wäre mit drei Siegen tatsächlich noch der direkte Ligaerhalt möglich gewesen.
Kapitales Spiel in Dietikon
Entsprechend motiviert reisten die Fricker zum ersten dieser letzten drei Spiele nach Dietikon. Der Start in die Partie verlief dann auch äusserst vielversprechend. Die Füchse konnten gleich in Führung gehen und die gute Absprache in der Abwehr verhalf dazu, ein schnelles Angriffsspiel aufzuziehen. Doch plötzlich riss auf Seiten des TSV der Faden, vor allem aufgrund zahlreicher Fehlwürfe und weil dem Gegner seinerseits im Angriff einfach alles gelingen wollte. So geriet man immer deutlicher in Rückstand, nur durch ein Aufbäumen kurz vor der Pause blieb man halbwegs an Dietikon-Urdorf dran. Trotzdem galt es, noch fünf Tore aufzuholen. Den Fricker gelang es zwar bald auf drei Tore heranzukommen, doch danach gestaltete sich die Aufholjagd schwierig, auch weil wiederum einige gute Chancen liegen gelassen wurden. Trotzdem kam es noch zu einem Herzschlagfinale, dieses Mal allerdings nicht mit dem besseren Ende für den TSV. Das Spiel ging mit 26:25 verloren. Damit war klar, die Füchse können den direkten Ligaerhalt nicht mehr erreichen und müssen zudem die letzten beiden Spiele gewinnen, um überhaupt noch in die Barrage zu kommen.
Chance gewahrt dank Heimsieg
Grosser Druck lastete also auf den Fricktalern bei ihrem letzten Heimspiel der regulären Spielzeit, zu welchem die SG Pilatus zu Gast war. Eine richtig spannende Ausgangslage, denn Pilatus wollte mit einem Sieg ihrerseits die Chance auf den direkten Ligaerhalt wahren. Es gestaltete sich denn auch eine überaus enge Partie mit vielen Führungswechseln. Wobei man das Gefühl hatte, die Spieler des TSV Frick hätten in der ersten Hälfte etwas die Überhand, doch durch einige Fehler in den letzten Minuten liess man den Innerschweizern die Möglichkeit auszugleichen. Pausenstand 14:14.
In der zweiten Hälfte kippte das Spiel eher auf die Seite der SG Pilatus, doch die Fricker liessen sich zu keinem Zeitpunkt abhängen. Die letzten Minuten der Partie waren dann unglaublich hektisch, sechs Angriffe lang verloren beide Teams immer wieder leichtfertig den Ball, ehe den Füchsen der entscheidende Treffer zum 27:26 gelang. Eine tolle kämpferische Leistung wurde damit belohnt.
Finales Spiel in Einsiedeln
Damit kam es für Frick am letzten Samstag sozusagen zu einem Finale in Einsiedeln. Ein Sieg musste her, denn bei einer Niederlage hätte man darauf hoffen müssen, dass Muri gegen das punktelose Magden/Möhlin verlieren würde, womit keiner rechnen konnte.
Mit zwei gut gefüllten Cars reisten die Fricker nach Einsiedeln und starteten dort, angetrieben durch das tolle Publikum, furios in die Partie. Nach wenigen Minuten lag man mit 5:1 in Front, da sahen sich die Einsiedler bereits zu einigen personellen Wechseln gezwungen. In der Folge verlief das Spiel ausgeglichen, wobei die Offensivreihen das Spiel prägten. So ging der TSV Frick mit einem 18:14 Vorsprung in die Kabine. Auch in der zweiten Halbzeit hatten die Füchse den Gegner im Griff und lagen teilweise auch mit bis zu sechs Treffern vorne. Doch zehn Minuten vor Schluss wollte plötzlich kaum noch etwas gelingen, im Angriff brauchte man etliche Versuche bis zu einem Torerfolg, während es hinten Mal für Mal im Kasten einschlug. Es kam wie es kommen musste, Einsiedeln glich kurz vor Ende der Partie nochmals aus. Im Anschluss konnten die Füchse jeweils wieder ein Tor vorlegen, welches im Gegenzug gleich wieder egalisiert wurde. Auch in der letzten Spielminute gelang dies, und diesmal kam der Ausgleichstreffer nicht mehr. Der letzte Freiwurf wurde von der Mauer geblockt! Die Erleichterung auf Fricker Seite war riesig. Es war ein hart erkämpfter Sieg, welchen die glücklichere Mannschaft, aber auch die, die einfach etwas mehr wollte, feiern konnte.
Ausblick Barrage
Die Unterstützung während dieser Partie war ein weiteres Mal unglaublich, doch noch ist nichts gewonnen. In der Barrage kämpfen sechs Teams um den Ligaerhalt, wobei fünf davon doch noch absteigen müssen, sofern niemand aus der zweiten Liga auf den Aufstieg verzichtet. Da der TSV Frick mit dem letzten Sieg auch die SG Pilatus noch überholen konnte, liegt man zum Schluss auf dem besseren der zwei Barrageplätze und darf drei Heimspiele bestreiten. Die Gegner sind SG Wetzikon, TV Appenzell, TV Muri, HV Herzogenbuchsee und zum Schluss der KTV Visp Handball.
Die erste Partie findet an diesem Sonntag, 17. April um 15:00 Uhr zuhause gegen Wetzikon statt. Hoffentlich können die Füchse den Schwung aus den letzten Partien dabei mitnehmen. Die Mannschaft würde sich über ein grosses Publikum sehr freuen.
Hopp Frick!











