Nach dem bitter verlorenen Cupfinal durfte die SG Fricktal erst einmal ein Wochenende pausieren und zwei, durch einen Forfaitsieg gegen den HSV Säuliamt, gewonnene Punkte, vom Sofa aus geniessen. Eine Woche später, am vergangenen Samstag, stand dann das wichtige Spiel gegen den Tabellennachbarn Handball Birseck an.
In einer Partie mit ständigem Führungswechsel fiel das letzte Fricker Tor erst Sekunden vor Schluss und führte zu einem leistungsgerechten 24:24 Unentschieden.
Von einem Blitzstart konnten beide Teams nicht reden, viel mehr waren die ersten Spielminuten ein gegenseitiges Abtasten. Die Füchse versuchten bereits in der Startphase in der Abwehr eine konsequente Härte zu zeigen und bemühten sich im Angriff, gegen die kompakt stehenden Basler, Lücken zu finden und sich hochprozentige Torchancen zu erarbeiten. Dies gelang jedoch nicht wie gewünscht und das Heimteam biss sich an der gut organisierten gegnerischen Abwehr die Zähne aus. Das Spiel gestaltete sich sehr ausgeglichen, was womöglich auch daran lag, dass die Fricker praktisch nur über den Rückraum Tore erzielen konnten, da die Flügelspieler sehr selten Chancen hatten und der Weg über den Kreisläufer nahezu unmöglich war. Obwohl die Fricker Wurfchancen ein rares Gut waren, kam im Verlaufe der ersten Halbzeit nun vermehrt Pech hinzu. Phasenweise kam es einem vor, als hörte man das Knallen der Torumrandung öfters als die Torpfiffe des Schiedsrichters. Nach etwas mehr als 20 gespielten Minuten hatten die Fricktaler, bei ihrem ersten Team-Time-Out und dem Spielstand von 10:10, erstmals in dieser Partie Zeit, um eine Minute durchzuatmen. Danach ging es weiter wie zuvor, beide Teams agierten in der Abwehr hart und entschlossen, taten sich aber in der Offensive zeitweise schwer. Nach 30 Minuten einer engen ersten Halbzeit verabschiedeten sich die Füchse mit einer ganz knappen 14:13 Führung in die Pause.
Der Start in die zweite Halbzeit misslang den Frickern gehörig. In den ersten elfeinhalb Minuten des zweiten Durchgangs brachten sie gerade einmal ein einziges «Törchen» zustande und mussten die Führung an Birseck abgeben. Diese machten, aus Sicht der Fricktaler, zum Glück auch sehr wenig aus ihren zahlreich gebotenen Chancen und so konnten sie sich nur mit zwei Toren Vorsprung vom Heimteam distanzieren. Diese Differenz war schnell wieder aufgeholt und schon war das Spiel wieder total ausgeglichen. Die Basler konnten zunehmend von den geschickt begangenen und meistens ungeahndeten versteckten Fouls, an den werfenden Fricker Flügelspielern und den damit verbundenen Ballgewinnen, profitieren. Die Sünden des Heimteams waren hingegen offensichtlicher und wurden zurecht mit Zeitstrafen sanktioniert. Sieben Minuten vor der Schlusssirene führten die Füchse erneut mit einem Tor und die Entscheidung der Partie zu ihren Gunsten lag in der Luft. Doch plötzlich drehte der Wind und die Fricker Mannschaft konnte während knapp sechs Minuten keinen eigenen Torerfolg mehr verzeichnen. Gleichzeitig wurde aber nahezu jeder Fehler von den Gegnern, die nun Blut gerochen hatten, bestraft. Zweieinhalb Minuten vor Schluss lag das Heimteam mit drei Toren zurück und drohte das Spiel zu verlieren. Ein Team-Time-Out der Gäste und eine Spielminute später sah die Ausgangslage, bei einem Zwischenstand von 23:24, schon merklich besser aus. Die Aufgabe noch einen Punkt aus diesem Spiel mitzunehmen, wurde nicht leichter, als den Frickern, wegen einer vermeintlichen Unsportlichkeit, eine gesuchte Zeitstrafe aufgebrummt wurde. Trotz nummerischer Unterzahl konnten die Füchse in der Abwehr den Ball gewinnen und einen letzten Angriff starten. Der Trainer setzte alles auf eine Karte und wechselte seinen Torhüter zugunsten eines Feldspielers aus. Erst Sekunden vor Schluss und mit viel Glück gelang den Frickern in Extremis der entscheidende Ausgleichstreffer zum 24:24 Endstand.
Mangelnde Kreativität im Angriff, Pech im Abschluss und mehrere schwache Spielphasen verunmöglichten einen Fricker Sieg in diesem Spiel. Obwohl ein Unentschieden nicht den Ansprüchen der SG Fricktal entspricht, kann man im Nachhinein mit einem bescheidenen Punktgewinn zufrieden sein, wenn man sich den Spielstand zwei Minuten vor Spielende vor Augen führt.
Wir bedanken uns bei den erschienenen Fricker Fans, welche mit uns mitgefiebert haben und hoffen, euch, bei unserem letzten Heimspiel am Samstag, 23.04.2022 um 16:00 Uhr, begrüssen zu dürfen.
SG Fricktal – Handball Birseck 24:24 (14:13)
Frick Ebnet – SR: Ramsauer Heinz
Für Frick spielten:
Dinkel (1), Friedli (1), Gilomen (1), Hicks (Tor; 9/24), Köchli (6), Krampé (3), Moser, Rhyn (Tor; 6/15), Romano (11, davon 2 7m), Stäuble, Venhoda, Wirthlin (1)
Bank:
Güller, Roth, Weiss
Strafen:
5 mal 2’ gegen Frick
4 mal 2’ gegen Birseck
Nächstes Spiel:
SG Fricktal – SG Zurzibiet/Endige/Siggethal
23.04.2022 16:00, Frick Ebnet










